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Freitag, 30. Januar 2015

Posadas und die „misiones“ in Paraguay




Nach dem Besuch in den Esteros wurden wir von einem Dorfbewohner mit seinen Geländewagen wieder zurück nach Posadas gebracht. Die Hinfahrt war ja schon schaukelig und nicht besonders bequem gewesen, doch auf der Rückfahrt wünschte ich mir den trockenen Lehm der Hinfahrt zurück. Bei jedem Regen verformt sich die Straße neu und wir hatten das besondere Glück, dass es am Vortag angefangen hatte zu regnen und nur mit wenigen Unterbrechungen durchgeregnet hatte. Wir fuhren also bei Regen, über den völlig aufgeweichten und halb überschwemmten Lehmboden. Die Straße übersät mit Schlaglöchern unterschiedlicher Tiefe, die sich mit Wasser gefüllt hatten, der Geländewagen rutschte und oft drehten die Räder durch oder brach der Wagen hinten aus. Unser Fahrer war durchgehend am Gegenlenken. Ab und zu hielt er an, um den Dreck der sich um die Reifen schichtete zu entfernen. An einer Stelle war die Straße etwa einhundert Meter gar nicht mehr zu erkennen, weil sie dieses Stück völlig überschwemmt war und ich rechnete schon fest damit, dass er spätestens jetzt umdrehte. Doch unbeirrt setzten wir die Fahrt fort, mein Respekt, fahren konnte der Mann. 

Er setzte uns vor unserem Hotel dem „Hotel Posadas“ ab. Das Hotel war in Ordnung, die Zimmer sauber und schön eingerichtet, das Frühstücksbuffet vielseitig. Nur die Stadt gefiel mit nicht besonders gut, nachts war hier oft die Polizei präsent. Aber Posadas war für uns eigentlich auch nur der Ausgangspunkt für die Besichtigung der „misiones“ in Paraguay. Das sind Siedlungen die einst von Jesuitenmissionaren errichtet wurden, um die damaligen Einwohner, die Guarani, zu missionieren. Heute sind nur noch Ruinen davon übrig. Das Hotel organisierte uns einen Taxifahrer für den ganzen Tag, der uns zu drei verschiedenen misiones in Paraguay bringen sollte. Und das für 1000 Pesos, das sind umgerechnet etwa 100€, da kann man echt nichts sagen, wenn ich überlege, was sowas in Deutschland kosten würde.

Wir haben zwei Jesuitenmissionen besichtigt: „La Santisima Trinidad de Paraná“ und „Jesús de Tavarangue“. Es hat leider durchgehend geregnet, sodass wir beschlossen haben, nicht auch noch zum etwas weiter entfernten „San Cosme y Damián“ zu fahren. Beide Jesuitenmissionen bestanden aus einem weiten Gelände mit Ruinen, die aus hellrotem Stein gebaut waren. Teilweise konnte man Kirchen, Wohnhäuser, Säulengänge daraus erkennen. Durchaus interessant und sehenswert. Jedoch ähnelten sich beide Missionen sehr und bei schönem Wetter wäre es bestimmt eindrucksvoller gewesen.




eure Isetta

Feiertage

Weihnachten und Silvester waren wegen der Wärme zwar ein bisschen komisch, aber trotzdem schön. An Weihnachten gab es schließlich Plätzle und eine kleine Bescherung, was der Weihnachtsstimmung immerhin ein wenig geholfen hat.


Für Silvester bin ich wieder zurück nach Auckland gefahren. Den Countdown runter zählen, das Feuerwerk am Skytower anschauen und mit Freunden feiern gehen. So ein Silvester ist schon etwas Besonderes, vor allem, wenn man sich bei der Kleiderwahl nicht um die Temperatur sorgen muss :-)

Ansonsten war ich noch viel an Stränden und kann die sommerlichen Temperaturen jetzt endlich richtig genießen!



Diesen Montag war "Auckland Anniversary", ein lokaler Feiertag, den es nur in der Region Auckland gibt. Die anderen Regionen, wie zum Beipsiel Wellington, haben ihr Anniversary an einem anderen Tag. Über so einen freien Tag freut man sich ja immer, aber dass der Tag richtig gefeiert wird, war mir gar nicht so klar. Erst als ich abends Knaller gehört habe und vom Fenster aus ein wunderschönes Feuerwerk gesehen habe, ist mir das aufgefallen. Da hat sich die Stadt noch mehr als an Silvester ins Zeug gelegt. An Silvester beschränkte sich das Feuerwerk nämlich nur auf den Skytower. Am Montag dagegen wurden drei Feuerwerke nebeneinander synchron abgefeuert und zwischendurch gab es noch Raketen vom Skytower aus. Nur lassen sich Feuerwerke eben leider meistens nur schlecht fotografieren...


eure Charlotte

Samstag, 17. Januar 2015

Nach vier Wochen wieder zurück

Fast drei Wochen Urlaub und die erste Arbeitswoche liegen hinter mir. In der Zeit bin ich recht viel gereist, also folgen auch bald einige neue Reiseberichte.

Bevor wir losgegangen sind habe ich als Weihnachtsgeschenke noch Pralinen gemacht. Für die Rum-Trüffel konnte ich alle Zutaten finden, aber bei Marzipan und Nougat für die Mozartkugeln habe ich mich schwer getan. Im Internet gab es glücklicherweise genug Rezepte um beides selbst herzustellen. Später hab ich dann übrigens im PaknSave (Supermarkt) doch noch Marzipan entdeckt, nur eben zu spät :)



Außerdem habe ich endlich eine Pavlova gebacken. Das ist ein traditionell neuseeländischer Kuchen aus Baiser, der mit Sahne und Obst garniert wird.



Rezept für eine Pavlova:

3 Eiweiß
3 EL kaltes Wasser
225g Zucker
1 TL Essig
1 TL Vanillearoma
3 TL Speisestärke
300 ml Sahne
1 Pck. Sahnefest
2 EL Puderzucker
3 Kiwi


Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Eiweiß steif schlagen und Wasser dazugeben. Anschließend Zucker einrieseln lassen. Essig, Vanille und Speisestärke dazugeben und gut verrühren. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Baiser rund und ca. 2-3cm dick darauf verstreichen. Auf mittlerer Schiene ca. 45 min. backen. Die Pavlova im Ofen auskühlen lassen. Später Sahne mit Sahnefest und Puderzucker steif schlagen und auf der Pavlova verteilen. Mit Kiwischeiben und Schokoraspeln dekorieren.



eure Charlotte

Mittwoch, 7. Januar 2015

Esteros del Ibera – die „Sümpfe“ Teil 7



Comer en Esteros

Da weder Küche noch Supermarkt wirklich ausgerüstet waren, sind wir abends immer in ein Restaurant essen gegangen, das uns unsere Führerin empfohlen hatte. Es bestand aus festen Holzwänden, und auf der einen Seite nur aus einer Plane, sodass es darin ein wenig zugig war. Aber es war nett und zünftig eingerichtet. Ich habe am ersten Tag Empanadas bestellt, am zweiten war ich schon mutiger und habe mich an Kaimanfleisch gewagt. Ich muss sagen, es war echt gut. Man darf sich dabei halt nicht vorstellen, dass man gerade eines der Tiere ist, die man nur wenige Stunden zuvor völlig begeistert fotografiert hat. Obwohl mich der ständige Vergleich mit Hühnchen, der immer dargebracht wird, um eine fremde Fleischsorte zu beschreiben, stört, muss ich zugeben, dass Hühnchen noch das Fleisch ist, dem Kaiman am ähnlichsten ist. Nur, dass Kaiman nicht ganz so zart, sondern ein wenig fester ist. Und es hat richtig gut geschmeckt. Auch die anderen Gerichte waren sehr lecker, das Restaurant kann ich nur weiterempfehlen.

Eure Isetta