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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Advent im Sommer

Irgendetwas stimmt hier nicht. Überall hängen Lichterketten und es stehen Weihnachtsbäume herum. In der Queenstreet steht auf einem Dach ein rießiger Santa Claus mit Geschenken und ich laufe in Shorts herum. Für richtige Weihnachtsstimmung ist es hier einfach zu warm. Heute morgen habe ich mich noch eingecremt, um keinen Sonnenbrand zu bekommen und im Supermarkt werden Weihnachtslieder hoch und runter gespielt.


Noch seltsamer wird es, wenn man an zu Hause denkt. Auf den deutschen Internetseiten liest man Wörter wie "Wintercheck", es wird angefangen zu heizen und alle gehen mit dicken Wollmützen auf Weihnachtsmärkte. Vor einer Woche war ich ja noch fest davon überzeugt, dass ich garantiert in Weihnachtsstimmung komme, wenn ich anfange Plätzchen zu backen. Mittlerweile bezweifle ich das immer mehr, aber gebacken wird trotzdem bald. Adventskalender gibt es hier übrigens auch und an einigen Türen hängen schöne Kränze. Wir haben schon einen Kerzenständer mit Kugeln geschmückt ung neulich war sogar ein kleiner Weihnachtsmarkt in Auckland, nur hatte ich leider keine Zeit dort hin zu gehen. Trotzdem werde ich den Gedanken nicht los, dass das alles irgendwie schräg ist.


In der Küche riecht es nach Zimt. Die Plätzchen backen im Ofen und es laufen Weihnachtslieder. Während es draußen grau ist und regnet fühlt es sich schon um einiges weihnachtlicher an. Zumindest bis es mir durch die Wärme des Backofens zu heiß wird und ich wieder Shorts anziehe. "In der Weihnachtsbäckerei"



Jetzt nur noch schnell die Nägel lackieren. Die erinnern mich dann jeden Morgen daran, dass bald Weihnachten ist. Ab und zu vergess ich das hier nämlich, bis ich mich dabei erwische, wie ich "Rudolph, the rednosed reindeer" vor mich hinsumme :)



Die lokalen Weihnachtsbäume, "Pohutukawa", fangen gerade alle an zu blühen, das sieht richtig schön aus.

Gestern abend war ich noch in der Franklin Road. Das ist mit Abstand die weihnachtlichste Straße in Auckland. Überall Lichterketten und Weihnachtsmänner, so stell ich mir Weihnachten in den USa vor. In einem Garten steht sogar ein Surfing Santa! Nur beim Anblick des Miniatur-Weihnachtslandes in einem Fenster fällt mir auf, dass hier doch irgendwie der Schnee fehlt...



"I don't ask for much this christmas, I don't even wish for snow."


eure Charlotte

Dienstag, 16. Dezember 2014

Esteros del Ibera – die „Sümpfe“ Teil 6



„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“

Dieses Sprichwort trifft auf mich persönlich vielleicht nicht ganz zu, aber der Ausritt, der Teil unseres Programms war, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten anfangs überlegt diesen Ausflug überhaupt zu machen, da wir alle noch nie geritten sind. Aber der charmante Reiterführer hat extra liebe Pferde ausgewählt. Wir sind eine Weile durch das Grasland geritten und dann schließlich zu einem Aussichtsturm, von dem aus wir auf die endlosen Weiten des Gebietes blicken konnten. Wir haben weiter entfernt kleine Eulen auf einem Hügelchen entdeckt, die waren echt niedlich. Mit unserem Guide haben wir uns halb spanisch halb mit Händen und Füßen verständigt, aber er war sehr geduldig und freundlich, wie die meisten Einheimischen. Er hat uns von seinem Großvater erzählt, der früher, als das Sumpfgebiet noch kein Naturschutzgebiet war, Jäger war und regelmäßig raus in den Sumpf gefahren ist, um Tiere zu jagen und seine Familie zu ernähren. Später hat er dann mitgeholfen, das Gebiet zum Naturschutzgebiet zu machen. Sehr interessant wenn man überlegt, dass sich die Menschen dort vor nicht allzu langer Zeit noch von der Jagd gelebt haben und ihre Existenz davon abhing. Auf dem Heimritt hat es dann angefangen zu regnen und die Pferde, die davor noch getrödelt hatten, konnten komischerweise aufeinmal doch schneller laufen. Auf dem Ritt wurde ich einige Male von Schnaken gestochen. In die Finger, warum auch immer. War nur nervig, dass die Stiche erst zwei oder drei Wochen danach erst vollständig verschwunden waren.



Eure Isetta

Freitag, 12. Dezember 2014

Der Mount und eine diary farm

Die schönste Sicht hat man in Tauranga vom Berg "Mauao" aus. Dieser ist zwar nur 232m hoch, aber der Weg nach oben kam mir trotzdem ziemlich anstrengend vor. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir auf Meereshöhe losgelaufen sind und bis zum Mount sind wir um die 15 km mit dem Fahrrad gefahren. Das hat sich dann aber auch wirklich gelohnt. Die Sonne ist raus gekommen und es wurde gleich richtig warm.


Nachmittags habe ich mir dann den glutenfreien Laden in Tauranga angeschaut. Es gab eine rießige Auswahl an Keksen, asiatischen Soßen und Müslis, aber natürlich auch viele Produkte aus dem Supermarkt, die in diesem speziellen Laden um einiges teurer waren. Ein Regal war sogar mit laktosefreien Sachen gefüllt, aber da gab es auch nur Joghurt und Sahne. Dabei hätte ich so gerne Quark gekauft, um mal wieder einen Käsekuchen backen zu können. Ganz ohne etwas konnte ich letztendlich doch nicht gehen und entschied mich deshalb für die günstigsten Kekse - Schokokekse mit extra Schokostückchen, die ich davor noch nirgends gesehen habe. Die waren echt lecker!


Tauranga selbst ist eine ganz nette Stadt, aber mir fehlen hier die alten Gebäude. Die meisten Städte, die ich bisher auf der Durchfahrt oder so gesehen habe bestanden nur aus Läden und Restaurants. In Auckland gibt es zwar ein paar ältere Gebäude, aber eben keine richtige Altstadt. Von daher sind die Städte hier schon nett, aber richtig schön fand ich noch keine. Was man Tauranga allerdings lassen muss, ist die Straße am Meer, an der es schöne Restaurants und Pubs gibt.


Sonntags ging es dann zu einer Farm mit Milchkühen, einer diary farm. In Neuseeland haben die meisten Tiere noch das Glück auf großen Grasflächen weiden zu dürfen. Wenn das Gras im Winter knapp wird, bekommen die Tiere Mais oder Reste von Kokosnüssen zum Essen. Zumindest hat mir das der Eigentümer der Farm so in etwa erzählt. Das mit den Kokosnüssen habe ich auf Englisch nicht ganz verstanden :) Diese Farm hatte um die 600 Kühe, die zweimal täglich mit Hilfe einer Melkmaschine gemolken wurden.


Ansonsten habe ich noch viele Kiwifarmen gesehen, an denen wir vorbei gefahren sind. Die Kiwis waren Ende Oktober noch so groß wie Mandeln. Natürlich habe ich mal wieder vergessen, von den Kiwis und den Kühen Bilder zu machen, aber dafür gibt es ja viele Bilder vom Mount aus.


eure Charlotte

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Esteros del Ibera – die „Sümpfe“ Teil 5



Die Sümpfe bei Nacht

Einmal haben wir eine Nachtwanderung gemacht. Wir sind mit dem Geländewagen Richtung Dschungel gefahren und von dort aus auf den Wegen durch den Wald gelaufen, um nach nachtaktiven Tieren Ausschau zu halten.

Fotos konnte ich leider nicht machen, dafür war es leider viel zu dunkel und ich wollte den Tieren nicht die Augen verblitzen. Die ersten Tiere, die wir gesehen haben waren zwei kleinere wilde Raubkatzen, vielleicht Jaguare, aber ich bin mir nicht sicher. Sie waren etwas größer als Katzen bei uns, die eine schwarz, wie die Nacht, die andere hell gefleckt. Wir haben auch einen Fuchs, Wasserschweine und kleinere hasenartige Tiere gesichtet. Unglaublich wie der Dschungel nachts lebt, wie viele Tiere nachts unterwegs sind.


Montag, 8. Dezember 2014

Meine Woche - 7 Bilder

Husaren Krapferl
Lebkuchen
Pfirsich-Hähnchen mit Reis und Spargel
Zucchini-Kuchen
Zucchini-Muffins
Nudelauflauf mit Zucchini
Whitianga
eure Charlotte

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Esteros del Ibera – die „Sümpfe“ Teil 4



Der Dschungel

Im Dorf, also am Rande des Sumpfes, gibt es einen Dschungel. Etwas ungewöhnlich für dieses Gebiet, aber der Dschungel ist noch übrig von den Zeiten, als durch das Gebiet noch ein Fluss durchgeflossen ist, den es dort heute nicht mehr gibt. Einen Teil des Dschungels kann man auf einem, mit Holzplanken ausgelegten, Weg erkunden. Dort gibt es verschiedene Pflanzenarten, auch giftige; Vogelnester, die von Bäumen hängen damit keiner drankommt und Brüllaffen. Das sind eigentlich echt niedliche Affen die in kleineren Gruppen sich von Baum zu Baum schwingen. Wir haben eine Weile gesucht, bis wir welche gefunden haben. Man hat sie eigentlich nur durch das Gewackel gefunden, das sie verursacht haben, um sich von Baum zu Baum zu schwingen und dort Nahrung zu suchen. Eine Affenfrau hatte sogar ein Kleines auf dem Rücken.



eure Isetta

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Sein oder Nichtsein...

Gemütliche Wochenenden sind doch meistens die Besten. Abends einen Film anschauen und morgens ausschlafen. Das braucht man auch in Neuseeland mal. Hier hat das Ganze nur eben den Vorteil, dass man nie mehr als zwei Stunden vom Meer entfernt ist.


Samstag ging es also erst mal in den Shakespeare Regional Park. Vom Park selbst haben wir nicht viel gesehen, aber der Strand war echt schön. Wie schon erwähnt, es war ein entspanntes Wochenende. Rumliegen, die Sonne genießen und Kitesurfern zuschauen. Einfach die Gedanken schweifen lassen, die Zeit vergessen. Ja, die Zeit habe ich wirklich vergessen, hab mir nämlich einen ziemlichen Sonnenbrand geholt...


Das tückische an der Sonne hier ist, dass ich davon am Strand nichts bemerkt habe. Durch den Wind hat es sich auch nicht so warm angefühlt. Erst abends ist es mir leicht aufgefallen und am nächsten Tag war der Sonnenbrand dann nicht mehr zu übersehen... Seit dem Wochenende creme ich mich immer brav ein, auch wenn es leicht wolkig ist. Das Ozonloch sollte man halt echt nicht unterschätzen.



Sonntags gab es zum Frühstück Pancakes mit Bananen und Syrup. Ein genialer Start in den Tag! 



Dann war auch schon fast wieder Lunch-time und nachmittags war ich noch in den Botanic Gardens. Rosen, Magnolien und wunderschönes Wetter; ein perfektes Wochenende.



eure Charlotte

Freitag, 28. November 2014

ein Wochenende in der Küche

Besondere Geburtstage sind der perfekte Anlass für besondere Torten. Dehalb habe ich das letzte Wochenende auch zu 80% in der Küche verbracht. Es stand nämlich eine erster Geburtstag an und wie oft bekommt man schon die Chance eine Torte für einen ersten Geburtstag zu backen?


Angefangen habe ich mit dem Teig für die zwei Kuchen. Ich entschied mich für ein Schokokuchenrezept mit Honig und wenig Zucker, damit das Geburtstagskind auch ein bisschen probieren konnte. Den großen Kuchen schnitt ich in drei Lagen und belegte den unteren Tortenboden mit Erdbeeren. Darauf habe ich dann Schokosahne verteilt und den nächsten Boden darauf gesetzt. Auf diesen kam dann Peanutbutter-Frosting und der Deckel. Den kleinen Kuchen habe ich auch in drei Lagen geteilt und den ersten Boden mit Waldfrucht-Marmelade eingestrichen. Darauf kam dann auch Schokosahne, der zweite Boden, Schokosahne und der Deckel. Anschließend ließ ich die Kuchen durchkühlen und strich sie rundum mit dem restlichen Frosting ein, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.


Während die Torten im Kühlschrank standen fing ich mit der Fondant-Figur an. Der kleine Hund heißt Spot und ist aus dem englischen Kinderbuch "Where is Spot?". In diesem Buch wird Spot von seiner Mutter im ganzen Haus gesucht, weil er zum Abendessen kommen soll. Zum Schluss wird er gefunden und isst aus seinem Napf.
Den Fondant habe ich zuerst mit gelber Lebensmittelfarbe gefärbt und ein kleines Stückchen braun. Das braun ging einfacher als gedacht. Ich hab nur blaue, gelbe und rote flüssige Lebensmittelfarbe zusammen gemischt. Danach wurden das gelbe und das braune Stück gut verknetet und mit mehr weißem Fondant aufgehellt, bis ich endlich ein schönes beige hatte. Für den Napf habe ich nur ganz wenig gelbe Lebensmittelfarbe mit Fondant vermischt. Die Kerze wurde mit Zuckerguss in den Napf geklebt und für das Hundefutter ein bisschen Frosting mit Kakao gemischt und kleine Tupfen in den Napf gesetzt. Spot bekam dann noch seinen braunen Punkt, Augen, eine Nase und eine rosa Zunge und dann war die Figur auch schon fertig.


Die gut gekühlten Torten wurden mit einer dünnen Schicht blauem Fondant eingedeckt und aufeinander gesetzt. Vorne auf die große Torte kam eine eins aus Fondant. Außenrum habe ich die Torten mit Buttercreme verziert, um die Ränder zu kaschieren und zum Schluss wurden Spot und sein Napf mit Zuckerguss auf die Torte geklebt.


Und weil man ja nie genug backen kann, habe ich am Dienstag für einen anderen Geburtstag noch CupCakes gemacht.


eure Charlotte

Samstag, 22. November 2014

Esteros del Ibera – die „Sümpfe“ Teil 3



Bootstour ins Blaue



Das Dorf bietet mehrere Touren an, in denen man sich das Sumpfgebiet, in dem es liegt, genauer anschauen kann. Das erste, was wir gemacht haben, war eine Bootstour durch die Sümpfe. Wir mussten alle Schwimmwesten tragen, doch auch wenn das Wasser tiefblau war, wollte ich lieber nicht darüber nachdenken, ins Wasser zu fallen, da es in diesem Gewässer wilde Kaimane gibt. Wir sind in einer Gruppe von 10 oder 20 Leuten in einem Motorboot hinausgefahren.


Das erste was wir auf der Bootstour gesehen haben war dieser Vogel…



Ich muss sagen er wirkt nicht besonders hübsch, ist eher unscheinbar, hat aber eine schöne Geschichte, die ihn gleich viel beeindruckender erscheinen lässt. Dieser Vogel (ich habe den Namen vergessen, denn er ist in einer einheimischen Sprache) findet einmal in seinem Leben einen Partner und bleibt sein ganzes Leben lang mit diesem zusammen. Wenn einer der Partner stirbt, dann stirbt der andere auch. Sehr dramatisch. Das nenne ich bedingungslose Liebe und Treue. Ich muss sagen: Hut ab, ich habe echt Respekt vor diesen Vögeln.

Und dann sah ich das, worauf ich mich schon die ganze Zeit gefreut habe und wofür ich schon die ganze Zeit meine Kamera bereitgehalten habe, um bei dessen Anblick auch ja sofort ein Foto machen zu können.


Was da halb im Gras verborgen liegt, ist der erste Kaiman, den ich in freier Wildbahn gesehen habe und ich muss zugeben ich war ein wenig aufgeregt. Das sind echt schöne Tiere muss ich sagen und ich halte lieber respektvollen Abstand, denn obwohl sie reglos, scheinbar unbeteiligt in dem hohen Gras liegen, bin ich mir sicher, dass sie jede unserer Bewegungen wahrgenommen und beobachtet haben und blitzschnell reagieren können. Die meisten Kaimane, die ich gesehen habe waren schätzungsweise ein bis zwei Meter lang und lagen überall auf den schwimmenden Inseln der Sümpfe in der Sonne. Ich habe glaub ich nur einmal einen schwimmen sehen und auch nur, weil er vor uns geflüchtet ist.




Ein komischer Anblick ist es auch wie Wasserschwein und Kaiman nebeneinander auf einer schwimmenden Insel sitzen, sich diese sozusagen teilen. Mir ist bewusst das diese Tiere in ausgewachsener Form wohl kaum eine Gefahr füreinander sind, da Wasserschweine Pflanzenfresser sind und viel zu groß, um von einem Kaiman gefressen zu werden, trotzdem ein ungewohnter Anblick.


Wasserschweine sind für mich die sympathischsten Tiere die ich im Sumpf gesehen habe. Sie sind unglaublich massig und es wundert mich echt wie diese Tiere sich mit ihrer Körpermasse über Wasser halten können. Auch lustig ich glaube wenn man diese Tiere zuerst schwimmend sehen würde denkt man, dass es kleine Wasserratten oder so etwas sind und würde diese Tiere niemals so groß schätzen nicht glauben wie viel Körpermasse da unter der Wasseroberfläche verborgen liegt. Außerdem sind sie die Ruhe in Person, ausgeglichen, völlig friedfertig und bleiben ungerührt stehen, selbst wenn man wenige Zentimeter nah an sie herankommt. Sie sehen außerdem echt niedlich aus und ich hätte unglaublich gerne Baby-Wasserschweine gesehen.


Was man auch viel sieht sind Vögel. Viele Arten die übers Wasser laufen können mit einem ziemlich lustigen Gang. Auch Störche, kleinere bunte Singvögel, Spechte und vor allem Kormorane. Schwarze Wasservögel die wir oft über uns fliegen gesehen haben oder sitzend wie auf diesem Strommasten mitten im Sumpfgebiet, der einen anderen Teil Argentiniens mit Strom versorgt.




Aus weiter Ferne haben wir auch einmal einen Sumpfhirsch und ein Sumpfreh gesehen, die weit draußen gegrast haben. Das war echt Glück, denn diese Tiere sieht man eher seltener.




Der Höhepunkt der Bootsfahrt war aber eine Kaimanmutter mit ihren Jungen. Echt traurig wenn man darüber nachdenkt, dass es anfänglich ca. 60 Stück sind und der Großteil davon stirbt, bevor sie auswachsen können. Wir haben 20 gezählt, die alle verteilt auf der Mutter oder im Gras aufeinander lagen und sich gesonnt haben. Alle ca. eine Handspanne groß. Seelenruhig, obwohl wir mit dem Boot bis auf wenige Zentimeter herangefahren waren.





Erstaunlich finde ich auch, dass das Sumpfgebiet eine einzige große Wasserfläche ist, auf der Wasserpflanzen herumschwimmen und die es zu Inseln zusammentreibt, sodass sogar Wasserschweine und Kaimane darauf ruhen können. Nichts ist also fest dort, die Inseln können sich stündlich, täglich neu formieren. Nur die Inseln, auf denen Bäume wachsen, sind fester. Wenn man sich auf eine dieser Inseln stellen würde, würde sie aber trotzdem nachgeben und ein Stückchen weiter unter Wasser gedrückt werden. Überall schwimmen im Wasser vereinzelte Wasserpflanzen herum. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön und besteht aus kräftigen Farben. Das Wetter war genial an dem Tag, an dem wir rausgefahren sind, und das Wasser hat in einem kräftigen blau gestrahlt, harmoniert perfekt mit dem satten grün der Vegetation. Man sieht einfach kein Ende, das Sumpfgebiet scheint unendlich in den Horizont hineinzuragen. In einem Moment ist die Wasserfläche glatt, im anderen Moment kräuselt sie sich fein, angetrieben von der leichten Brise oder stärkerem Wind, der übers Wasser weht.

eure Isetta