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Sonntag, 29. November 2015

Weihnachtsbäckerei

Heute ist der erste Advent, also höchste Zeit um die Weihanchtsdeko rauszuholen! Die Elchbettwäsche aus dem Schrank kramen und das Wichtigste: Plätzle backen. 


Die Schoko-Pflaumen-Plätzle werden jedes Jahr verlangt, aber sonst hab ich mich für ein paar neue Rezepte entschieden. Mandelhörnchen und klassische Ausstecherle sind schon fertig, der Rest folgt bald. 


Muffins hab ich auch mal wieder gebacken und für den restlichen Teig gleich mal die Winter-Formen genutzt. Tannenbäume und Schneemänner, ich bin bereit für die Adventszeit und freu mich langsam auf Weihnachten!


eure Charlotte

Sonntag, 22. November 2015

Bilder der letzten Wochen

Etwas verspätet möchte ich noch ein paar Bilder teilen. An Halloween gab es Finger aus Mürbeteig, mit Marmelade dekoriert. 


Zum Geburtstag hab ich eine Pfirsich-Joghurt-Torte gebacken. Pfirsiche sind eine meiner liebsten Obstsorten und die Torte war richtig lecker. Durch die Joghurt-Sahne war sie recht leicht, das letzte sommerliche Gebäck, bevor es bald mit Weihnachtsgebäck los geht. Auch wenn man sich das bei den Temperaturen momentan noch nicht vorstellen kann.


Nach drei Wochen ist dann noch meine Blume aufgegangen. Die verwelkten Rosen lagen schon längst im Müll, aber der geschlossenen Blüte wollt ich noch eine Chance geben. Immer schön das Wasser gewechselt und gehofft, dass sie bald aufgeht. Schließlich hat sie es nach drei Wochen geschafft und ich konnte endlich sehen, was für eine schöne Blume es war.


eure Charlotte

Montag, 2. November 2015

Die "Wandersängerin", von Karolin Halbach



Lesen ist eines meiner Hobbys, das ich allzu oft vernachlässige aber in letzter Zeit wieder in meine Freizeit einzubinden versuche, vor allem in Anbetracht der vielen ungelesenen Romane in meinem Bücherregal.


Ich muss zugeben, der Titel „Die Wandersängerin“ klingt nicht sonderlich vielversprechend. Er klingt eher nach einem weiteren 0/8/15 historischen Roman nach dem Motto Frau muss sich in einem Männerberuf im Mittelalter alleine durchschlagen und wird dabei von vielen Schicksalsschlägen getroffen trifft irgendwo ihre große Liebe mit der sie am Ende zusammenkommt, obwohl es von Anfang an eher aussichtslos erschien. Einer von vielen historischen Romanen, die gerade auf dem Markt sind, die man eher liest statt verschlingt, die immer nach gleichem Schema verlaufen, statt neue Welten zu öffnen.

Natürlich werden auch ein paar wenige Clichees in dem Roman bedient aber ansonsten hat mich das Buch überrascht und die Handlung war ganz anders, wie ich sie mir nach Lesen der Inhaltsbeschreibung auf der Buchrückseite vorgestellt hatte und während des Lesens ausmalte.

Der Handlung spielt zu Beginn in Regensburg von 1268. Hauptperson ist Arigund DeCapella, einziges Kind eines reichen verwitweten Kaufmannes. Dieser weiß, dass seine Tochter eine gute Partie ist und möchte sie möglichst hoch verheiraten strebt dabei einen Adelstitel an. Deshalb schickt er sie in das Adelshaus mit dem er plant sie zu verheiraten, um ihr eine höfische Erziehung angedeihen zu lassen. Sie wird nach Burg Brennberg geschickt, wo der Truchsess Reimar von Brennberg und seine Gattin Kunigund von Brennberg regieren. Diese haben zwei Söhne. Der Älteste Wirtho, der ungehobelt und gewalttätig aber ein guter Kämpfer ist. Und der Jüngere, Reimar von Brennberg, der schlau ist und der Minnesangkunst zugetan aber weniger am  kämpfen interessiert ist. Schon bald treffen der junge Reimar und Arigund durch Zufall aufeinander, befinden sich von Anfang auf einer Wellenlänge, Arigund wird zu Reimars Minneherrin und die beiden verlieben sich. Arigund wird schließlich aber mit Wirtho verheiratet und muss sich von nun an als seine Ehefrau durchkämpfen. Reimar geht direkt nach Bekanntgabe der bevorstehenden Hochzeit auf Wanderschaft, da er diese nicht ertragen kann. Wirtho verschmäht seine Ehefrau, hat er es doch schon länger auf deren beste Freundin und Zofe Annelies abgesehen. Doch seine Eltern weisen ihn in seine Schranken und bald ist doch ein Erbe gezeugt. Als sein Vater stirbt wird Wirtho Truchsess der Burg und regiert seine Burg von da an willkürlich. Die Ereignisse schaukeln sich schließlich so weit hoch, dass Annelies mit ihrem Ehemann flüchten muss, Reimar verschwindet, es zu ein paar Morden kommt und Arigund, die ihr Kind grausam verliert, ins Kloster abgeschoben werden soll. Auf dem Weg soll sie jedoch von einer Diebesbande, heimlich angeheuert vom Truchsess, überfallen und getötet werden. Doch durch ihr Verhandlungsgeschick befindet sie sich bald auf einer beschwerlichen Reise nach Prag, auf der sie zur Wandersängerin wird….



Wer in Betracht zieht, das Buch noch zu lesen, sollte die folgende Aufzählung am besten einfach überlesen. Spoiler-Warnung!

  1. Interessant und unerwartet in so einem Roman war für mich, dass Wirtho in einer Höhle seine geheimen Phantasien mit Annelies an einer armen Magd, die ihr ähnlich sah, ausgelebt hat und sie dort um sich jederzeit an ihr bedienen zu können angebunden hat. Durch einen kurzen Hinweis im Buch einige Seiten zuvor hatte ich eher damit gerechnet, dass Wirtho diese Magd umgebracht hatte und man sie irgendwann im Laufe des Buches tot auffinden würde, doch da habe ich mich geirrt.
  2. Auch hatte ich nicht damit gerechnet, dass Arigund monatelang mit zwei heruntergekommenen Räubern herumreisen würde, und sie erst im letzten Drittel des Buches überhaupt zur Wandersägerin werden würde, überhaupt das Singen erst gegen Ende des Buches zum Beruf würde und der Buchtitel so gar keine so wichtige Rolle spielte. 
  3. Aber am erstaunlichsten von allem war für mich, dass Arigund untypischerweise für historische Romane mit keinem der zwei Kandidaten, die sie liebt oder geliebt hat zusammenkommt, sondern als allein stehende Burgherrin nach Brennberg zurückkehrt.



Der Roman war für mich in vielen Dingen nicht vorhersehbar, was mir sehr gefallen hat. Die Schauplätze haben ständig gewechselt. Dadurch war die Spannung fast durchgehend vorhanden und am Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es tauchten auch noch gegen Mitte-Ende des Buches wichtige neue Personen auf, mit denen man nicht rechnen konnte. Das Ende war zwar abrupt aber unerwartet. Auch interessante Nebenhandlungen haben sich immer wieder geöffnet. Der Roman ist gut geschrieben und angenehm zu lesen. Wer also einen etwas unvorhersehbareren historischen Roman lesen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Was die historischen Daten angeht, weiß ich nicht, ob der Roman einem Geschichtskenner genügt, da ich über die Zeit selber nicht genug weiß um Umfang und Richtigkeit der Geschichte darum zu bewerten. Die „Wandersängerin ist auf jeden Fall ein Roman, den ich weiterempfehlen würde. 

Eure Isetta

Sonntag, 1. November 2015

Ski fahren auf einem Vulkan



Bald ist es wieder soweit. Die Ski Saison in Neuseeland hört auf und bei uns fängt sie langsam an. Das besondere dort ist nur, dass man auf der Nordinsel auf einem Vulkan Ski fährt. 


Dieses Erlebnis wollte ich mir nicht entgehen lassen und so bin ich noch an meinem vorletzten Wochenende mit einer Freundin auf zum Mt. Ruapehu. Wir haben in einem Hostel in Ohakune übernachtet und sind dann morgens die Ski abholen gegangen. Anschließend stellten wir uns an die Straße, um per Anhalter auf den Berg zu kommen. Das hat zwar eine Weile gedauert, aber schließlich wurden wir von freundlichen Leuten mitgenommen. Die Bäume und Palmen hingen voll mit Schnee, was wunderschön aussah und auf dieser Höhe recht selten vorkommt. Die Autos ohne Allradantrieb mussten dann auch Ketten aufziehen und wir waren froh, nicht mit dem eigenen Auto gefahren zu sein. Endlich oben angekommen kauften wir den Skipass und fuhren im Skigebiet Whakapapa bis vier Uhr nachmittags. 


Am nächsten Tag nahmen wir unser Auto, denn nach Turoa kam man an dem Tag ohne Schneeketten. So haben wir beide Skigebiete und beide Seiten des Berges gesehen. Am zweiten Tag waren wir auch um einiges früher dran und konnten das schöne Wetter nochmal genießen. Leider mussten wir am gleichen Tag zurück nach Auckland fahren und hörten deshalb schon um ein Uhr mittags auf. 


Der Schnee war nicht ganz mit dem in den Alpen zu vergleichen, aber das Ski fahren hat trotzdem richtig Spaß gemacht! Teilweise haben eben noch Steine aus dem Schnee geschaut, aber auch das passiert manchmal in den Alpen. Der größte Unterschied war die Pistengröße. Manchmal wurde es an engeren Stellen schon sehr voll, man musste ziemlich aufpassen wo man hinfährt und an den wenigen Liften stand man recht lang an. Auf so einem Vulkan ist eben nicht so viel Platz, wobei ich da vielleicht auch ein bisschen verwöhnt bin, von riesigen  Skigebieten in Südtirol und Frankreich. Die Lifte haben übrigens keine Fußstützen, auch da sind wir in Europa verwöhnt.



Das besondere war mal wieder mein Glück mit dem Wetter. Wir hatten strahlend blauen Himmel und konnten sogar den ca. 150 km entfernten Mt. Taranaki sehen!


eure Charlotte