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Sonntag, 1. November 2015

Ski fahren auf einem Vulkan



Bald ist es wieder soweit. Die Ski Saison in Neuseeland hört auf und bei uns fängt sie langsam an. Das besondere dort ist nur, dass man auf der Nordinsel auf einem Vulkan Ski fährt. 


Dieses Erlebnis wollte ich mir nicht entgehen lassen und so bin ich noch an meinem vorletzten Wochenende mit einer Freundin auf zum Mt. Ruapehu. Wir haben in einem Hostel in Ohakune übernachtet und sind dann morgens die Ski abholen gegangen. Anschließend stellten wir uns an die Straße, um per Anhalter auf den Berg zu kommen. Das hat zwar eine Weile gedauert, aber schließlich wurden wir von freundlichen Leuten mitgenommen. Die Bäume und Palmen hingen voll mit Schnee, was wunderschön aussah und auf dieser Höhe recht selten vorkommt. Die Autos ohne Allradantrieb mussten dann auch Ketten aufziehen und wir waren froh, nicht mit dem eigenen Auto gefahren zu sein. Endlich oben angekommen kauften wir den Skipass und fuhren im Skigebiet Whakapapa bis vier Uhr nachmittags. 


Am nächsten Tag nahmen wir unser Auto, denn nach Turoa kam man an dem Tag ohne Schneeketten. So haben wir beide Skigebiete und beide Seiten des Berges gesehen. Am zweiten Tag waren wir auch um einiges früher dran und konnten das schöne Wetter nochmal genießen. Leider mussten wir am gleichen Tag zurück nach Auckland fahren und hörten deshalb schon um ein Uhr mittags auf. 


Der Schnee war nicht ganz mit dem in den Alpen zu vergleichen, aber das Ski fahren hat trotzdem richtig Spaß gemacht! Teilweise haben eben noch Steine aus dem Schnee geschaut, aber auch das passiert manchmal in den Alpen. Der größte Unterschied war die Pistengröße. Manchmal wurde es an engeren Stellen schon sehr voll, man musste ziemlich aufpassen wo man hinfährt und an den wenigen Liften stand man recht lang an. Auf so einem Vulkan ist eben nicht so viel Platz, wobei ich da vielleicht auch ein bisschen verwöhnt bin, von riesigen  Skigebieten in Südtirol und Frankreich. Die Lifte haben übrigens keine Fußstützen, auch da sind wir in Europa verwöhnt.



Das besondere war mal wieder mein Glück mit dem Wetter. Wir hatten strahlend blauen Himmel und konnten sogar den ca. 150 km entfernten Mt. Taranaki sehen!


eure Charlotte

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