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Dienstag, 16. Dezember 2014

Esteros del Ibera – die „Sümpfe“ Teil 6



„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“

Dieses Sprichwort trifft auf mich persönlich vielleicht nicht ganz zu, aber der Ausritt, der Teil unseres Programms war, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten anfangs überlegt diesen Ausflug überhaupt zu machen, da wir alle noch nie geritten sind. Aber der charmante Reiterführer hat extra liebe Pferde ausgewählt. Wir sind eine Weile durch das Grasland geritten und dann schließlich zu einem Aussichtsturm, von dem aus wir auf die endlosen Weiten des Gebietes blicken konnten. Wir haben weiter entfernt kleine Eulen auf einem Hügelchen entdeckt, die waren echt niedlich. Mit unserem Guide haben wir uns halb spanisch halb mit Händen und Füßen verständigt, aber er war sehr geduldig und freundlich, wie die meisten Einheimischen. Er hat uns von seinem Großvater erzählt, der früher, als das Sumpfgebiet noch kein Naturschutzgebiet war, Jäger war und regelmäßig raus in den Sumpf gefahren ist, um Tiere zu jagen und seine Familie zu ernähren. Später hat er dann mitgeholfen, das Gebiet zum Naturschutzgebiet zu machen. Sehr interessant wenn man überlegt, dass sich die Menschen dort vor nicht allzu langer Zeit noch von der Jagd gelebt haben und ihre Existenz davon abhing. Auf dem Heimritt hat es dann angefangen zu regnen und die Pferde, die davor noch getrödelt hatten, konnten komischerweise aufeinmal doch schneller laufen. Auf dem Ritt wurde ich einige Male von Schnaken gestochen. In die Finger, warum auch immer. War nur nervig, dass die Stiche erst zwei oder drei Wochen danach erst vollständig verschwunden waren.



Eure Isetta

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