Noch seltsamer wird es, wenn man an zu Hause denkt. Auf den deutschen Internetseiten liest man Wörter wie "Wintercheck", es wird angefangen zu heizen und alle gehen mit dicken Wollmützen auf Weihnachtsmärkte. Vor einer Woche war ich ja noch fest davon überzeugt, dass ich garantiert in Weihnachtsstimmung komme, wenn ich anfange Plätzchen zu backen. Mittlerweile bezweifle ich das immer mehr, aber gebacken wird trotzdem bald. Adventskalender gibt es hier übrigens auch und an einigen Türen hängen schöne Kränze. Wir haben schon einen Kerzenständer mit Kugeln geschmückt ung neulich war sogar ein kleiner Weihnachtsmarkt in Auckland, nur hatte ich leider keine Zeit dort hin zu gehen. Trotzdem werde ich den Gedanken nicht los, dass das alles irgendwie schräg ist.
In der Küche riecht es nach Zimt. Die Plätzchen backen im Ofen und es laufen Weihnachtslieder. Während es draußen grau ist und regnet fühlt es sich schon um einiges weihnachtlicher an. Zumindest bis es mir durch die Wärme des Backofens zu heiß wird und ich wieder Shorts anziehe. "In der Weihnachtsbäckerei"
Jetzt nur noch schnell die Nägel lackieren. Die erinnern mich dann jeden Morgen daran, dass bald Weihnachten ist. Ab und zu vergess ich das hier nämlich, bis ich mich dabei erwische, wie ich "Rudolph, the rednosed reindeer" vor mich hinsumme :)
Die lokalen Weihnachtsbäume, "Pohutukawa", fangen gerade alle an zu blühen, das sieht richtig schön aus.
Gestern abend war ich noch in der Franklin Road. Das ist mit Abstand die weihnachtlichste Straße in Auckland. Überall Lichterketten und Weihnachtsmänner, so stell ich mir Weihnachten in den USa vor. In einem Garten steht sogar ein Surfing Santa! Nur beim Anblick des Miniatur-Weihnachtslandes in einem Fenster fällt mir auf, dass hier doch irgendwie der Schnee fehlt...
"I don't ask for much this christmas, I don't even wish for snow."
eure Charlotte
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen