Auf unserem Weg von Posadas nach Iguazu haben wir einen
Abstecher nach Wanda gemacht. Große Schilder haben uns von der Hauptstraße zu
den Halbdelsteinminen geführt, über eine kleine, schlechter ausgebaute Straße.
Am Straßenrand saßen viele, ärmlich gekleidete Kinder, die beim Anblick eines
Autos sofort aufsprangen und zum Auto hinstürmten, um Touristen Edelsteine
feilzubieten, sodass man fast aufpassen musste, diese nicht ausversehen zu
überfahren. Diese Kinder waren sehr aufdringlich, was ich natürlich auch
verstehen kann, denn sie kommen aus armen Familien, die über dieses kleine
Zubrot bestimmt froh sind. Die Verständigung war sehr schwer, mit unserem
brüchigen Spanisch und ihrem umgangssprachlichen Argentinisch. Nachdem wir zwei
Gruppen von Kindern etwas abgekauft hatten, kamen wir in den Halbdelsteinminen
an.
Dort wurden wir von Personal beim Parken eingewiesen. Beim Kauf der
Eintrittskarten, bekamen wir gleich einen Führer zugewiesen, der uns über das
Gelände führte und etwas über Geschichte, Edelsteine, Abbau und den heutigen
Betrieb erzählte. Die Führung war unterhaltsam und interessant, aber da ich nur
wenig spanisch verstand, war ich auf die Übersetzung meiner Begleiter
angewiesen. Der Boden des Geländes war lehmartig und mit Schotter bedeckt.
eure Isetta
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